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Umbau und Modernisierung des Filmmuseums

Maßnahmen
Architektur, Innenarchitektur
Fotografie
Nikolaus Koliusis, Stuttgart
Bauherr 
Deutsches Filminstitut (DIF e.V.)




Basisdaten zum Objekt

Lage des Objekts Frankfurt am Main
Objektkategorie Freizeitbauten
Objektart Kinos
Art der Baumaßnahme Umbau und Modernisierung inkl. übergeordnetem Raum- und Erschließungskonzept.

Mehr Raum für den Film

Die historische Gebäudehülle der gründerzeitlichen Villa, Heimat des Filmmuseums in Frankfurt,  verstanden die Architekten nicht nur als begrenzenden Rahmen für ein neues Innenleben; sie sollte auch selbst wieder in unverstellter Form zur Sprache kommen. Mit der Neueröffnung hat das Gebäude am Schaumainkai zu altem Glanz zurückgefunden. Zugleich bietet das Museum dem Publikum erheblich erweiterte Programmflächen und vermittelt darüber hinaus ein völlig neues Raumerlebnis.

Um dem Gebäude im Innern ein neues Gesicht zu geben, war eine der wichtigsten planerischen Aufgaben, verborgene Potentiale zu aktivieren und auszuschöpfen. Die Nutzer des Gebäudes, Besucher wie Beschäftigte, erleben jetzt die Architektur als Raumabfolge, die sich in erster Linie über optisch fassbare Parameter, also Dimensionierung, Blickbeziehungen und Oberflächenqualitäten mitteilt. Die strukturelle Logik der Architektur kann hingegen als eine kreative Leistung verstanden werden, die in erster Linie der Funktionalität dient. Sie ergibt sich nun aus der Nutzerperspektive mit selbstverständlicher Beiläufigkeit. Für ein solch optimales Ergebnis ist auch in Zeiten virtueller Modellsimulation die Organisation des Grundrisses von entscheidender Bedeutung für den architektonischen Entwurf.

Neue Entfaltungsmöglichkeiten

Teilweise neue Deckenkonstruktionen erlauben großzügige Raumlösungen in den Hauptgeschossen - Voraussetzung für innovative Ausstellungs- und Vermittlungskonzepte des Museums. Das weitläufige Foyer mit der geplanten Mediathek, Shop und Café empfängt den Besucher. Ihn erwarten über drei Geschosse reichende Ausstellungsräume. Dazu kommen museumspädagogische Angebote im vierten Obergeschoss und Verwaltungsräume im fünften Obergeschoss.

Die zeitgemäße Erschließung erleichtert die Orientierung. In den Hauptgeschossen sind den Ausstellungsräumen Foyers vorgeschaltet, die mit ihrem freien Blick über den Main den entspannten Charme einer Lounge entwickeln, wie er in einem Museum wohl nur selten anzutreffen ist. Der Gebäudegrundriss wirkt hier wie eine monumentale Kamera, die auf die Frankfurter Skyline gerichtet ist. In völlig neuer Gestalt präsentiert sich auch das hauseigene Kino im Untergeschoss. Ganz in Rottönen gehalten erinnert der Raum nicht nur an die Tradition dieses wichtigsten Orts der Filmrezeption, sondern garantiert dank seiner innovativen technischen Ausstattung auch höchsten Filmgenuss. Mehr Raum für den Film bedeutet aufs Ganze gesehen also auch: neue Entfaltungsmöglichkeiten für das Museum.