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Bauplanung: Diese Fragen müssen Sie vor Baubeginn beantworten

Wie viele Zimmer soll mein Haus haben? Putz oder Klinker? Satteldach oder Spitzdach? Keller oder Dachboden? Bevor der erste Spatenstich für den Hausbau getan ist, gilt es eine Menge Entscheidungen zu treffen. Daher ist eine professionelle Bauplanung entscheidend dafür, dass Sie irgendwann mit klopfendem Herzen und voller Vorfreude Ihr neues Heim betreten, in dem Sie vielleicht sogar Ihren Lebensabend verbringen werden.

Die Bauplanung ist der neuralgische Punkt beim Hausbau. Damit Ihnen dies gelingt, haben wir Ihnen eine Checkliste zusammengestellt, was Sie beim Hausbau alles beachten müssen. Insbesondere dann, wenn es hektisch wird und die Zeit für den Baubeginn drängt, sollten Sie diese Liste noch einmal durchgehen und prüfen, ob wirklich an alles gedacht ist.

1. Wo soll mein Haus stehen?

Dies ist die erste wichtige Entscheidung, die Sie im Rahmen der Bauplanung treffen müssen. Sicher wissen Sie, in welcher Stadt Sie wohnen wollen und sind an Arbeitswege, Freundschaften und Familienmitglieder gebunden. Informieren Sie sich als erstes über die Baugebiete in Ihrer Stadt. Gibt es freie Grundstücke im Rahmen der Stadtgrenzen oder wollen Sie lieber außerhalb der Stadt im Grünen wohnen? Wie lang darf Ihr Arbeitsweg maximal sein? Welche Infrastruktur benötigen Sie heute und perspektivisch für Ihre Kinder wie Schulen, Kindergärten, Freizeiteinrichtungen? Ihr Architekt hilft Ihnen bei der Grundstückssuche.

► Ein wichtiger Tipp: Lassen Sie in Ihre Planungen nicht nur Ihre heutigen Bedürfnisse einfließen sondern überlegen Sie auch, was Ihnen in 20 Jahren wichtig sein könnte!

2. Welcher Haustyp passt zu mir?

Dies ist die nächste wichtige Frage im Rahmen der Bauplanung. Nicht jeder liebt den engen Kontakt mit den Nachbarn und zieht statt eines Reihenhauses eher ein frei stehendes Einfamilienhaus vor. Je nach persönlichem Platzbedarf müssen Sie außerdem entscheiden, ob Sie eher einen Bungalow oder eine Villa planen, ob Holzhaus, Blockhaus oder Fachwerkhaus. Entsprechend dieser Festlegungen in Ihrer Bauplanung suchen Sie dann den richtigen Architekten. Wer mit mehreren Familien in einem Haus zusammenleben kann und möchte, hat auch die Möglichkeit, sich ein Mehrfamilienhaus von seinem Architekten planen zu lassen.

3. Wie wichtig ist mir nachhaltiges Bauen und Umweltbewusstsein?

Mit Blick auf die wachsende Umweltbelastung und den damit verbundenen Vorschriften in Sachen energieeffizientes Bauen macht es im Rahmen der Bauplanung in jedem Falle Sinn, umweltbewusst zu bauen. Fragen Sie Ihren Architekten nach Materialien, die keine Gesundheitsschäden hervorrufen. Viele Materialien enthalten Giftstoffe, die durch den jahrelangen Kontakt hohe Gesundheitsrisiken bergen. Dazu gehören beispielsweise Asbest, Formaldehyd, Feinstaub, Bindemittel oder Weichmacher. Als alternativer Baustoff wird immer häufiger Holz verwendet, das aufgrund seiner natürlichen Eigenschaften und ätherischen Öle ein gesundes Klima in Ihren Räumen schafft. Aber auch Vollsteine oder Ziegel sind frei von gesundheitlichen Risiken.

Wer besonderen Wert auf eine ökologische Bauweise legt, sollte seinen Architekten nach Green Building fragen. Dabei geht es nicht nur um die beim Bau verwendeten Materialien, sondern auch darum, den Energieverbrauch langfristig so gering wie möglich zu halten. Ein sogenanntes Energieeffizienzhaus wird außerdem mit Sonderprämien vom Staat gefördert.

4. Baukosten: Wie teuer wird mein Haus?

Die Berechnung der Baukosten ist ein elementarer Bestandteil jeder Bauplanung. Denn am Ende steht die Antwort auf die Frage: Können wir uns überhaupt ein Haus leisten?

Die Frage, was ein Haus kostet, lässt sich natürlich nicht pauschal beantworten. Es kommt eben darauf an, ob Sie eine Lehmhütte errichten oder von Ihrem Architekten eine Luxusvilla planen lassen wollen.

Die Kosten für ein Haus hängen unter anderem ab von: 

+ der Größe des Objektes
+ Zusatzbauten wie Kellern, Wintergärten, Terrassen o.ä.
+ Architektenhaus oder Fertighaus

Dabei gibt es im Rahmen der Bauplanung Kostenpunkte, die unveränderbar sind und jene, an denen Sie sparen können. Zu den unveränderbaren Kosten gehören die Kosten für einen Architekten, für Materialien, für Grundstücke und Versicherungen. Sie können jedoch je nach Bauplanung einige Arbeiten während der Bauphase in Eigenleistung erbringen.

5. Für den Fall der Fälle: Welche Versicherungen benötige ich für mein Haus?

Schon vor Baubeginn sollten Sie eine Bauherren Haftpflichtversicherung abschließen. Diese schützt Sie vor Schadensersatzforderungen im Falle eines Unfalls auf dem Baugelände. Sollten Sie einige Arbeiten in Eigenleistung durchführen und dazu Freunde um Hilfe bitten, melden Sie diese spätestens eine Woche nach Baubeginn bei der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) an.

Neben Personenschäden können während der Bauphase auch Schäden am Haus entstehen. Hier können Sie eine Bauleistungs- und Feuerrohbauversicherung abschließen, falls bereits fertige Rohbauteile beschädigt werden.

In finanzieller Hinsicht können Sie sich mit einer Restschuldversicherung absichern, falls Sie die Raten für Ihr Haus plötzlich nicht mehr bezahlen können. Eine Versicherung springt dann ein, wenn beispielsweise ein Verdiener stirbt oder eine plötzliche Arbeitsunfähigkeit eintritt.

6. Was muss ich bereits bei der Bauplanung für das Wohnen im Alter beachten?

Sicher planen Sie, nicht nur ein paar Jahre in Ihrem Eigenheim zu wohnen, sondern idealerweise auch Ihren Lebensabend dort zu verbringen. Daher sollten Sie schon im Rahmen der Bauplanung mit Ihrem Architekten zusammen überlegen, wie Sie Ihr Haus langfristig nutzen können.

Was geschieht mit den Kinderzimmern, wenn die Kinder aus dem Haus sind? Eine Option wäre es beispielsweise, eine separate Etage anzulegen, die später als Einliegerwohnung vermietet werden und so die Instandhaltungskosten des Hauses decken kann. Sind die Türen und Eingänge breit genug, damit später auch Gehhilfen problemlos hindurchpassen? Kann ein Treppenlift ohne großen Aufwand nachgerüstet werden?

7. Gibt es gesetzliche Einschränkungen für mein Traumhaus?

Die gesetzlichen Grundlagen für den Bau eines Eigenheims unterscheiden sich von Baugebiet zu Baugebiet. Beschränkungen kann es beispielsweise bei der Gestaltung der Fassade, der Dachneigung oder der Farbe der Dachziegel geben.  

8. Wie finde ich den passenden Architekten?

Zeit ist im Rahmen der Bauplanung eine der wichtigsten Ressourcen; daher sollten Sie diese auch so effektiv wie möglich nutzen. Sie haben mehrere Möglichkeiten, den richtigen Architekten zu finden. Über die Google-Suche erhalten Sie lediglich eine ungefilterte Adressliste, die Ihnen keine Auskunft über die Leistungen, die Spezialisierung und Referenzen des Architekten gibt. Alternativ erhalten Sie von der Architektenkammer Ihres Landes eine Liste mit Architekten, die ein ordentliches Studium der Architektur samt bereits erfolgreich realisierten Projekten vorweisen können. Jedoch enthält diese Liste ebenfalls keine Zusatzinformationen.

Wirklich effektiv ist die Architektensuche über das Portal architekten.de. Hier erhalten Sie nicht nur blanke Daten sondern eine facettenreiche Darstellung der jeweiligen Architektenprofile. Fast ausnahmslos alle gelisteten Architekten sind ordentliche Mitglieder der Architektenkammer und präsentieren sich hier transparent und vergleichbar mit ihren Leistungen, Qualifikationen, Auszeichnungen und Referenzen. Über das Portal nehmen Sie direkt Kontakt mit dem Architekten Ihrer Wahl auf und vereinbaren zeitnah einen ersten Gesprächstermin.

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