Manchmal heißt es auch in unserem modernen Zeitalter: Back to the roots. Wo früher alle Menschen von Kleinkind bis zur Urgroßmutter unter einem Dach lebten, drängt es Familien in immer kleinere Einheiten. Im Zuge der Urbanisierung verließen Kinder das Haus und gründeten eigene Familien, alte Menschen lebten in altersgerechten Wohnungen und auch die mittlere Generation genoss ihre neu gewonnene Freiheit, nachdem die eigenen Kinder aus dem Haus waren. Nun geht der Trend allmählich wieder in eine andere Richtung. Es werden Mehrgenerationenhäuser gebaut, in denen wieder Alt und Jung miteinander leben sowie Mehrfamilienhäuser, in denen Familien oder Fremde miteinander Wand an Wand wohnen.

In diesem Artikel haben wir Informationen für Sie zusammengestellt

  • Welche Arten von Mehrfamilienhäusern es gibt
  • Welche Vorteile der Bau eines Mehrfamilienhauses hat und
  • Warum Sie Ihr Bauvorhaben unbedingt mit einem Architekten planen sollten

Was bezeichnet man als Mehrfamilienhaus und welche Haustypen gibt es in diesem Segment?

Ein Mehrfamilienhaus definiert sich – wie der Name schon verrät – darüber, dass es von mehreren Familien bewohnt wird. Es ist das nächst größere Haus des Zweifamilienhauses und beherbergt mindestens drei Familien. Mehrfamilienhäuser kann der Bauherr freistehend bauen oder beispielsweise in Form eines Reihenhauses. Generell unterscheidet man beim Mehrfamilienhaus, ob dieses privat oder gewerblich genutzt werden soll oder aber auch teilgewerblich.

Gewerbliche Nutzung von Mehrfamilienhäusern
Gewerblich werden Mehrfamilienhäuser meistens für den Einzelhandel als Ladenlokal oder Verkaufsfläche genutzt oder aber von Freiberuflern, wie beispielsweise Steuerberatern, die in ihren Wohnräumen auch angrenzend ihr Büro unterbringen wollen. Bei einem kombinierten Wohn- und Geschäftsgebäude müssen Sie darauf achten, dass mindestens 50% der Fläche privat genutzt wird.

Private Nutzung von Mehrfamilienhäusern
Überwiegend werden Mehrfamilienhäuser aber privat genutzt. Hier gibt es ganz unterschiedliche Haustypen, die von mehreren Menschen bewohnt werden können. Dazu gehört das klassische Mehrfamilienhaus mit mehreren Mietparteien, das beliebig viele Geschosse haben kann. Aber auch Reihenhäuser, in denen jede Familie über einen separaten Eingang verfügt, zählen zum Typ Mehrfamilienhaus.

Welche Vor- und Nachteile der Bau eines Mehrfamilienhauses mit sich bringt

Viele Menschen denken beim Bau eines Mehrfamilienhauses – zu Recht – an die Menschen, die gemeinsam mit ihnen unter einem Dach wohnen. Wird es Lärm geben? Werden wir bei Fragen Kompromisse finden? Je nach Haustyp ist die gegenseitige Beeinträchtigung ganz unterschiedlich. Ein Reihenhaus kann beispielsweise von einem Architekten so geplant werden, dass alle Wohneinheiten vollkommen unabhängig voneinander sind. Dafür muss nur die verbindende Wand ausreichend isoliert sein. Jedoch kommen auch hier die Bewohner um Kompromisse, wie beispielsweise die Gestaltung eines oft gemeinsam genutzten Gartens oder einer Hauseinfahrt, nicht herum.

Klassische Mietshäuser können heute auch so gut vom Architekten geplant werden, dass Alltagsgeräusche nicht durch Wände hindurchdringen. Gegenseitige Rücksichtnahme bleibt jedoch in allen Bereichen des Lebens unerlässlich.

Bauherren profitieren beim Bau eines Mehrfamilienhauses gegenüber einem Einfamilienhaus jedoch immer von den vergleichsweise reduzierten Kosten. So muss nur einmal ein Grundstück gekauft werden, es gibt nur eine Bodenplatte, vier Außenwände – und einen Architekten.

Mehrfamilienhaus bauen als Kapitalanlage

Es ist schon lange kein Geheimnis auf dem Finanzmarkt mehr, wie lukrativ die Investition in Stein ist. Wer ein Mehrfamilienhaus als Kapitalablage baut, hat ein relativ inflationssicheres Kapital, das vergleichsweise sicher und dazu noch steuerbegünstigt ist. 2% der Investitionssumme können jährlich abgeschrieben werden. In der Regel favorisieren Investoren Mehrfamilienhäuser mit 3 bis 10 Mietparteien, denn sie haben hier eine größtmögliche Mitgestaltung, können Mietpreise individuell gestalten oder auch selbst eine der Wohnungen beziehen.

Wenn sich das Haus in einer guten Lage befindet und noch dazu von einem Architekten geplant wurde, brauchen sich die meisten Hauseigentümer nicht vor einem Wertverlust zu fürchten.

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Der Neubau eines Mehrfamilienhauses mit einem Architekten

Da ein neu gebautes Haus unabhängig von der Objektart immer eine Form der Kapitalanlage ist, sollte das Geld hier sinnvoll investiert werden. Der Gang zum Architekten erhöht nicht nur den Wohnkomfort, sondern im Zweifel auch den Wert des Hauses. Er plant das Mehrfamilienhaus vorausschauend, kann tragende Wände flexibel gestalten, so dass einzelne Wohneinheiten nach Bedarf zusammengelegt oder aber wieder getrennt werden können.

Das beauftrage Architekturbüro sollte bereits Erfahrungen und Referenzen für die Planung eines Mehrfamilienhauses nachweisen können. Dadurch können Sie als Bauherr auch gleich feststellen, ob Ihnen der Stil des Architekten gefällt und er Ihnen eine solide Bauausführung anbieten kann. Sie können mit Ihrem Baupartner den individuellen Zuschnitt der Wohnungen besprechen, sich über sinnvolle Baumaterialien beraten lassen und vor allem auch wichtige Themen wie das energiesparende Bauen ansprechen. Außerdem kommt es bei der Planung darauf an, 50 Jahre vorauszuschauen und das Gebäude zukunftssicher zu machen. Gibt es einen Fahrstuhl im Haus für ältere Menschen? Sind Türen so breit, dass auch Kinderwagen und Rollstühle durchfahren können? Nachrüstungen in diesem Bereich gehen zu Lasten des Bauherrn und schmälern seinen Gewinn!

Schritt für Schritt zum Mehrfamilienhaus: Die einzelnen Schritte der Zusammenarbeit mit dem Architekten

1. Einen Architekten finden

Einen Architekten nicht für irgendein, sondern genau für Ihr Bauvorhaben finden Sie am besten auf architekten.de. Die hier aufgeführten Architekten sind alle per Hand ausgewählt und überzeugen durch zahlreiche Referenzen und Erfahrungen in ihrem Planungsbereich. Sie gelangen über Suchfilter schnell zu einer Auswahl an genau passenden Dienstleistern, die Ihre Suchkriterien erfüllen. Über das Portal können Sie anschließend direkt einen ersten Termin vereinbaren.

2. Das erste Gespräch mit dem Architekten

Dieses Gespräch verursacht in der Regel noch keine Kosten und soll beiden Parteien zeigen, ob sie einander sympathisch sind und die Wünsche des Bauherrn zielführend umgesetzt werden können. In diesem ersten Termin zeigt sich, ob das Potenzial einer Zusammenarbeit vorhanden ist.

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3. Der Architektenvertrag

Sind sich Architekt und Bauherr einig, wird ein Architektenvertrag über die Planung eines Mehrfamilienhauses geschlossen. Das Honorar des Architekten bemisst sich an der gültigen HOAI.

4. Vorentwürfe und Genehmigungen

Der Architekt erstellt nach den Vorgaben der Bauherren erste Entwürfe und fügt, wenn nötig, die Änderungswünsche des Bauherrn ein. Anschließend wird der Bauantrag für das Mehrfamilienhaus gestellt und die restlichen Genehmigungen werden eingeholt.

5. Bauausführung

In der kommenden Zeit holt der Architekt Angebote von Bauunternehmen und anderen beteiligten Gewerken ein, vergibt Aufträge im Sinne des Bauherrn und überwacht die einzelnen Bauabschnitte. Es ist seine Aufgabe, Mängel sofort zu erkennen und beheben zu lassen. Auch im fertigen Mehrfamilienhaus leitet er die Bauabnahme, muss Mängel erkennen und im Rahmen der Frist eine Besserung fordern.


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